Barrierefreiheit

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„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

(Artikel 3 Absatz 3 Satz 2 GG).

Barrierefreiheit durch schwellenlose Tür
Schwellenlose Tür für Barrierefreiheit

Barrierefreies Wohnen ist heutzutage allen ein Begriff. Aber was heißt das eigentlich?

In dem Behindertengleichstellungsgesetz des Bundes, kurz BGG, in § 4 wird es wie folgt definiert:

„Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind.“

Das wirkt auf dem ersten Blick sehr verwirrend. Im Grunde heißt es jedoch nur, dass die Umwelt so gestaltet sein soll, dass sich Menschen mit Behinderung sowie ältere Menschen selbstständig, unabhängig und möglichst ohne fremde Hilfe bewegen können.

Für ältere Menschen hat es eine größere Bedeutung, durch die Barrierefreiheit gewinnen sie ein Stück Selbstständigkeit zurück.

Wann sollte man mit der Planung von Barrierefreiheit beginnen?

Sie sollten schon beim Hausbau oder -kauf daran denken, dass Sie ggf. dort alt werden wollen.

Achten Sie darauf, dass keine Türschwellen sie zum Stolpern bringen und Sie auch in 40 Jahren ohne Probleme an Ihre Küchenschränke und Fenster kommen.

Was sollte beim barrierefreien Bauen beachtet werden?

  • Türschwellen und Übergänge sollten so gering wie möglich, im Idealfall 0 mm, sein. Bei gutbegründeten Einzelfällen ist eine Ausnahme von 2 cm möglich.
  • Der Eingangsbereich sollte stufenlos ggf. über Rampe oder Aufzug erreichbar sein.
  • Eingangstüren erfordern eine Mindestbreite von 90 cm und eine Mindesthöhe von 205 cm, damit die Tür als barrierefrei gilt und Menschen mit Handicap problemlos durch gelangen. Bei Zimmertüren sollte es eine Mindestbreite von 80 cm sein.
  • Wichtig: Bei manueller Bedienung muss die Haustür mit wenig Kraftaufwand bedienbar sein.
  • Unsere Zusatzausstattungen ermöglichen es, die Hauseingangstür per Knopfdruck oder Fingerscan einfach zu öffnen.
  • Nicht nur Haustüren lassen sich per Knopf öffnen, dies funktioniert auch mit Rollläden. So können auch Menschen mit Handicap einfach den Raum abdunkeln.
  • Bei der Raumplanung sollte stets darauf geachtet werden, dass man ohne Barrieren den Raum durchqueren kann.
  • Schwellenlose Terrassentüren ermöglichen einen leichten Zugang zum Garten oder Balkon.
  • Griffe sowie Drücker müssen auf einer Höhe von 85 cm angebracht werden.
Stilvolle Rampe anstelle einer Treppe
Elegante Rampe als Ersatz für Treppen

DIN-Norm 18040-2! Was ist das?

HS-Tür ohne Schwelle zum Balkon
Hebeschiebetür ohne Schwelle zum Balkon

Wenn Sie sich näher mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigen, wird Ihnen die DIN-Norm 18040-2 öfter begegnen. Kurzgesagt bezieht sich diese DIN-Norm auf die Planung und Errichtung von barrierefreien Wohnungen und Häuser sowie der Gestaltung für barrierefreie Wohnräume und deren Außenanlagen.

Die Norm unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Standards

  • Barrierefrei nutzbare Wohnungen

und den höheren Standard

  • barrierefrei und uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbare Wohnungen.

 

Die Anforderungen für den höheren Standard sind mit einem „R“ in der Norm gekennzeichnet. Die gekennzeichneten Normen erfüllen automatisch alle Anforderungen für die Barrierefreiheit.

Was heißt barrierearm, barrierereduziert und altersgerecht?

Grade bei der Planung für Barrierefreiheit werden Ihnen oft die, im Sprachgebrauch geläufigen, Begriffe barrierearm, barrierereduziert und altersgerecht auffallen. Aber es gibt einen wesentlichen Unterschied zu barrierefrei, der beachtet werden sollte. Bei diesen Begriffen werden die Kriterien aus der DIN-Norm nicht oder nur teilweise eingehalten.

Nur der Begriff barrierefrei ist rechtlich definiert.

Wer fördert den Umbau nachdem der Pflegefall eingetreten ist?

  • Pflegekassen
  • Krankenkassen
  • Versorgungsämter (bei Vorlage eines Schwerbehindertenausweises)
  • Unfallkassen
  • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Da es für jedes Bundesland verschiedene Fördermöglichkeiten gibt, informieren Sie sich am Besten bei einem der oben genannten Institute. Diese können Ihnen detaillierte Informationen  zur Verfügung stellen sowie eine für Sie passende Fördermöglichkeit finden.

Tür ohne Schwelle für Barrierefreiheit
Barrierefreiheit durch Tür ohne Schwelle

Tipps zur einfachen Barrierefreiheit

  • Schaffen Sie Platz, indem Sie einfach anfangen auszumisten. Das heißt, schaffen Sie alles was nur herumsteht und keinen eigentlichen Sinn hat, raus. Achten Sie darauf, dass alle Objekte wie z. B. Regale leicht zugänglich sind.
  • Erhöhen Sie Ihre Möbel, damit das Aufstehen oder Hinsetzen einfacher funktioniert. Rüsten Sie Ihre Möbel z. B. mit Unterlagen aus Holz aus. Alternativ können Sie die Möbelstücke auch fachmännisch anpassen lassen.
  • Das Anbringen von Fenstergriffverlängerungen ist eine effektive Möglichkeit, Menschen mit Handicap das leichte Bedienen der Fenster zu ermöglichen.
  • Setzen Sie Bewegungsmelder in bestimmten Räumen ein. Somit muss der Lichtschalter nicht gesucht oder betätigt werden.
  • Beseitigen Sie Stolperfallen. Kleben Sie Teppiche und Fußmatten auf dem Boden fest. Achten Sie auf rutschige Flächen und überkleben diese mit rutschfesten Belägen.

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